CAFE K in Berlin Charlottenburg

Donnerstag, 19. Juli

ab 18.30 Uhr, Beginn: 19.30 Uhr, Eintritt: Wie es Ihnen gefällt!

LUISE 
eine unvergessene Königin

Ein Solo für eine Königin – die zur „Königin der Herzen“ wurde, zusammengestellt
von der Schauspielerin Margrit Straßburger aus Briefen und Tagebuchaufzeichnungen.

Wer war die populärste aller Preußenköniginnen, diese schöne Landesmutter, deren heldenhafte Lichtgestalt heute fast vergessen ist. Dichter und Diplomaten lagen ihr zu Füßen und berauschten sich an ihrem Anblick. 

Mit weit ausgeschnittenen, dünnen Gewändern wurde sie zur erotischen Idealgestalt  einer ganzen Epoche.

Ihre Volksnähe, ihr ungekünsteltes Verhalten und ihre für den Adel ungewöhnliche Liebesheirat hatten ihr die Sympathien des Bürgertums eingebracht.  

Ein Mythos wurde geboren. Nach der Niederlage gegen Napoleon verlor Preußen die Hälfte seines Staatsgebietes wie seiner Bewohner und so ließ sich die Königin zu einem Bittgang zu Napoleon überreden, obwohl der Hass der beiden aufeinander legendär war. Zwar änderten beide ihre Meinung, als sie sich in Tilsit gegenüberstanden – dennoch fanden die Bitten der Königin kein Gehör, denn ihr Gatte Friedrich Wilhelm der III., stürmte ins Zimmer, zu lange war seine Frau mit Preußens Erzfeind schon allein gewesen.
„Der König kam zur rechten Zeit“, erzählte Napoleon später: „Wäre er eine Viertelstunde später hereingekommen, so hätte ich der Königin alles versprochen“.

Luises früher Tod – mit nur 34 Jahren – am 19. Juli 1810 ist für Preußen ein Schock.  Auf dem Höhepunkt der wirtschaftlichen und moralischen Misere verlor man eine Königin, die sich in Preußen für die Staatsreformer Stein und Hardenberg einsetzte.
Die Berufung Hardenbergs zum Staatskanzler war Luises Werk und so schreibt Heinrich von Kleist: „Man sieht sie einen wahrhaft königlichen Charakter entwickeln“.

Margrit Straßburger
Schauspielerin, Chansonette und Synchronsprecherin. Nach Ihrer Ausbildung an der Berliner Schauspielschule „Ernst Busch“, spielte sie von 1980–1988 an der Berliner Volksbühne. Für die weibliche Hauptrolle in dem Schauspiel „Berlin Alexanderplatz“ nach Alfred Döblin (Uraufführung) erhielt sie 1982 den Kritikerpreis. Weitere Theaterstationen waren die Wuppertaler Bühnen, Ernst Deutsch Theater, Komödie Winterhuder Fährhaus, Hamburger Kammerspiele.

Dazu wie immer bei Konzerten & Lesungen im CAFÉ K: eine kleine, aber feine Abendkarte und ausgewählte Weine.

RESERVIERUNG ERFORDERLICH!!

Reservierungen bitte per E-Mail an: reservierung@cafe-k.com